Die Vergangene Zukunft Europa

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Die vergangene Zukunft Europas

Kulturwissenschaftliche Analysen von demografischen Prognosen und Wissensordnungen im 20. und 21. Jahrhundert

Was ist Europa? Wo verlaufen seine Grenzen? Welche sozialen und kulturellen Bestimmungen prägen Europa? Und vor allem: Über welche demografischen Konstruktionen ist Europa definiert? Wie bestimmen Bevölkerungsprognosen Vorstellungen von Europa? Welche sozialen Wissensordnungen sind dabei zentral?
Diesen Fragen geht das Projekt aus transdisziplinärer Perspektive nach. Im Mittelpunkt steht die Untersuchung des (historischen) Zukunftswissens über "das Europa der Bevölkerungen" im 20. und 21. Jahrhundert. Damit werden Prozesse und Realitäten der Bevölkerungswissenschaften, Bevölkerungspolitiken und Bevölkerungswahrnehmungen deutlich, die zugleich das Selbstverständnis von Nationalstaaten, von Politik, Wissenschaft und Gesellschaft maßgeblich geprägt und verändert haben.
Im Einzelnen zeigen die Teilprojekte historische Dimensionen, Brüche und Kontinuitäten von Bevölkerungsdiskursen auf, indem sie vergangene und gegenwärtige Bevölkerungsdebatten im 20. und 21. Jahrhundert analysieren. Dabei werden etwa Zusammenhänge zwischen Bevölkerungsentwicklungen und Wehrdebatten thematisiert, zwischen apokalyptischen Bevölkerungsrückgangsdiskursen und utopischen Bevölkerungsvisionen oder zwischen der Konstituierung von "westlichen", "östlichen" und "europäischen" Bevölkerungspolitiken. Die Untersuchung und Erschließung dieser Aspekte münden schließlich in dem übergreifenden Ziel, eine Historisierung der so genannten Wissensgesellschaft vorzunehmen.
Aktuell

September 2011
Petra Overath (Hg.)

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November 2011
Heinrich Hartmann

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Februar 2012
Maximilian Schochow/Daniel Schmidt

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Bundministerium für Bildung und Forschung